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Presse-Information

03. März 2015

Porträt des Offiziellen Partnerlandes der ITB Berlin 2015

Natur, Nomaden, Neuzeit

Die Mongolei: Tourismus mit Tradition und Fortschritt

Autoren: Sabine Neumann und Horst Schwartz

Wenn Europäern zum Stichwort Mongolei etwas einfällt, dann ist es ein Klischee. Wilde Horden von Reiternomaden preschen durch Zentralasien. Ihr Anführer Dschingis Khan ver-breitet Furcht und Schrecken. Anfang des 13. Jahrhunderts einigt er die Mongolenstämme und schafft ein riesiges Reich.

Auch heute bestimmen Reiternomaden die Mongolei. Drei Millionen Pferde soll es hier ge-ben, damit käme auf jeden Einwohner ein Pferd. Tradition und Fortschritt ist das Spannungs-feld der jungen Tourismus-Destination, die sich auf der ITB Berlin dem weltweiten Publikum präsentiert. Sie treffen vor allem in der Hauptstadt mit solch einer Wucht aufeinander, dass Reisenden neue Bilder im Kopf haften bleiben: Nomadenzelte zwischen sozialistischen Bauten, junge Nomaden-Mädchen in Jeans und Plateauschuhen, der Großvater in traditionel-ler Hirtentracht. Eine quirlige Stadt, die aus allen Nähten platzt. Große Satellitenschüsseln tronen auf Jurten, deren ausgeklügelte Bauweise sich über all die Jahrhunderte unverändert erhalten hat. Sie sind das mobile Rundhaus der Nomaden. Technischer Fortschritt und Satel-litenempfang ziehen ein, doch das Wasser für Mensch und Vieh muss oft noch von weither geholt werden. Die Familie ist heiliges Gut im postkommunistischen Land, über drei Zeitzo-nen hinweg trotzt sie unwirtlichen Bedingungen und klimatischen Extremen. Charakteristisch ist die Gastfreundschaft. Eingebettet in die Reiseprogramme von Spezialisten und Pauschal-veranstaltern bringt sie Aktivurlauber mit der Bevölkerung in Kontakt.

Wer reist in das diesjährige Partnerland der Internationalen Tourismusbörse ITB Berlin 2015? Für welche Urlauber ist die Mongolei ein ideales Ziel? Was erwartet Europäer in dem asiatischen Land, das viereinhalb mal so groß ist wie die Bundesrepublik? Welches Allein-stellungsmerkmal wirbt im Wettbewerb um die Gunst der Touristen? Auf diese Fragen geben Politiker, Touristiker und mitgereiste Aussteller aus der Mongolei Antworten. Sie freuen sich auf den Dialog am Hauptstand in Halle 26.c und bei der Repräsentanz in Halle 4.1. Experten des Landes gehören zu den Rednern und Diskutanten auf dem ITB Kongress.

Es ist ein riesiges Land – und mit 2 Einwohnern pro Quadratkilometer eines der am dünnsten besiedelten Länder auf dem Globus! Im Norden wird die stabile Parlamentarische Republik von Russland, im Süden von China umschlossen. Das großräumige Hochland im Westen wird von Gebirgssystemen begrenzt. 85 Prozent der Fläche liegen mehr als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel.

Trotz Tradition ist die Mongolei ein extrem junges Land: 54 Prozent der Bevölkerung sind zwischen 16 und 50 Jahre alt, 36 Prozent der Kinder unter 15 Jahren. Nomadenfamilien ha-ben eine große Kinderschar, ein Dutzend ist normal. Städter begnügen sich mit zwei bis vier Kindern.

In seiner Ursprünglichkeit und Weite ist es klimatisch ein raues, kaltes Land. Im Winter sin-ken die Temperaturen unter minus 20 Grad, in tiefer gelegenen Gebieten fällt das Barometer auch schon mal auf minus 50 Grad Celsius. Die Eiseskälte, Zud genannt, gehört zu den schlimmsten Naturkatastrophen. Sie bedroht Existenz und Viehbestände der Nomaden. Die Sommer sind kurz, die Temperaturspanne zwischen Tag und Nacht ist groß. Nach kühlen Nächten steigt die mittlere Tagestemperatur im Hochsommer im Norden auf 18 und in der südlichen Steppen- und Wüstenlandschaft auf 26 Grad Celsius.

Die kälteste Hauptstadt der Welt

Ulaanbataar – in russischer Schreibweise Ulan Bator – ist mit Minusgraden von 25 Grad Cel-sius im Winter und Sommertagen bis 16 Grad Celsius die kälteste Hauptstadt der Welt. In der von Gebirgen umrahmten Millionen-Metropole drängelt sich über ein Drittel der Bevölkerung, eine Ausdehnung ist nicht möglich. „Ulaanbataar spiegelt nicht die Mongolei“, betont Myagmarjav Nawtschaa, Geschäftsführerin der Incoming-Agentur Tsolmon Travel und bei ihren ausländischen Partnern bekannt als Navchaa, “die Stadt ist viel zu modern und kein Aushängeschild“. Eines ist sie gewiss: das Eingangstor ins Land. Dafür sorgen eine Infra-struktur mit Fünf-Sterne-Unterkünften, die Kreditkarten akzeptieren, und der westlich gelege-ne internationale Flughafen Bujant Uchaa.

Über 180 Flugverbindungen aus aller Welt kommen an. Aus Deutschland gibt es Direktflüge von Berlin über Moskau und einen Nonstopflug aus Frankfurt mit der einheimischen Flugge-sellschaft MIAT. Die Flugzeit beträgt im Sommer achteinhalb Stunden. Neben MIAT fliegen auch die mongolische Hunnu Air sowie Turkish Airlines, Aeroflot, Korean Air und Air China über ihre Drehkreuze Ulaanbaatar an. Diese Verbindungen sind mit Zwischenstopps oder Zu-satzübernachtungen verbunden. „Wir würden eine bessere Anpassung der Flugverbindungen sehr begrüßen“, formuliert Silke Küster, Area Managerin Asien bei Studiosus Reisen, eine Forderung der deutschen Veranstalter. Da sich die Flugkapazität zwischen 2003 und 2013 auf 800.000 Gäste verdoppelt hat, soll 2016 ein neuer Airport im 52 Kilometer entfernten Kushigt, im Tal der Provinz Tuv, den Betrieb aufnehmen. Geplante Passagierzahl: fast zwei Millionen pro Jahr. Internationale Fluggesellschaften, auch Lufthansa, warten darauf, ihn als Drehkreuz in Zentralasien zu nutzen.

Säulen für die Zukunft

Ulaanbaatar ist der Verkehrs-Knotenpunkt. Sternförmig starten Inlandsflüge zu den Provinz-städten des Landes, diese sind untereinander nicht durch Linienflüge verbunden. Das Staats-gebiet ist in sogenannte Aimaks gegliedert, fast alle haben einen regionalen Flugplatz. 2013 wurden zwei Landebahnen der 22 Provinz-Flughäfen ausgebaut. In diesem Jahr sollen zwei weitere Regional-Airports hinzukommen. Denn Flugzeuge sind das schnellste Verkehrsmittel, um sich im Land zu bewegen - zur Wüste Gobi im Süden beispielsweise oder zum Berg Khui-ten im Westen. Für die Erstellung touristischer Programme wünscht sich Nadja Moussa von Ventus Reisen bei den Inlandsflügen „die Schaffung zuverlässiger Verbindungen.“

Neben dem Luftverkehr arbeitet die mongolische Regierung auch an der Verkehrsinfrastruktur - Eiseskälte, Dauerfrostboden und extremem Kontinentalklima mit kalten und trockenen Wintern zum Trotz. Früher mussten Reisende bis zu drei Tage einkalkulieren, um auf unbe-festigten, maroden Straßen zu den entlegensten Teilen in der Mongolei zu gelangen. Heute brauchen sie selbst in die Gobi-Provinzen nur noch ein paar Stunden. Sicherheit auf den Stra-ßen habe eine hohe Priorität, heißt es aus dem Verkehrsministerium. Über 4.000 Kilometer befestigte Straßen wurden in den beiden Vorjahren gebaut. Bis zum Jahr 2020, so der Plan, sollen alle Provinzzentren mit asphaltierten Straßen verbunden und wichtige touristische At-traktionen angebunden sein. Auch das öffentliche Verkehrsnetz wird vorangetrieben. Über 930 mit GPS ausgestattete Busse der Intercity-Verkehrsbetriebe fahren von Ulaanbaatar in über siebzig verschiedene Städte. Die Verkehrspolizei überprüft laut Ministerium Zuverläs-sigkeit und Sicherheit der Fahrzeuge auf der Straße. Als hätte er den Appell deutscher Reise-veranstalter gehört, betont Verkehrsminister Gansukh: „Die starken Reformen und Entwick-lungen auf dem Straßen- und Transportsektor sind die Säulen für die Zukunft unseres Lan-des.“

Nie und nimmer ein Massenziel

In Katalogen großer Reiseveranstalter sucht man die Mongolei vergebens. Auf Reiseplattfor-men findet man sie eher. Die Mongolei ist ein Fall für Studienreisen-Anbieter und kleine oder kleinste Spezialisten. „Manche von den vielen deutschen Anbietern bringen nur zehn Gäste pro Jahr“, sagt Tsolmon Travel-Agenturchefin Navchaa, die mit über 30 europäischen Reise-veranstaltern zusammenarbeitet. Entsprechend niedrig sind die Gesamtzahlen. 2014 wurden bis zu 475.000 ausländische Gäste gezählt. Der Großteil, 70 Prozent, kam aus den Nachbar-ländern Russland und China. Nur zwei Prozent, so schätzt das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus, besaßen einen deutschen Pass, also 9.500. Die Zahl, so das Ministerium, halte sich seit zehn Jahren konstant. Das könnte sich jetzt ändern: Kürzlich hat die Regierung deut-sche Urlauber von der Visapflicht befreit. In diesem Jahr wird die Visa-Befreiung für alle Europäer erprobt. Der Staat hat sich vorgenommen, die Besucherzahlen bis Ende 2016 auf eine Million zu verdoppeln.

Dennoch, da sind sich alle für diesen Report befragten Reiseveranstalter einig, ist und bleibt die Mongolei weit davon entfernt, zum Massenziel zu avancieren. Sie hoffen, dass das Wachstum „möglichst sanft und passend zum Land geschieht“, so Nadja Moussa. „Seine tou-ristisch reizvollen Aspekte sind die traditionelle Nomadenkultur und die Natur“, lobt Marion Heider, Mongolei-Expertin bei One World, „beides kann nur durch einen nachhaltigen Tou-rismus gefördert und erhalten werden.“ Wenn „nicht versucht wird, mit landesfremden Ange-boten wie Golf oder Luxus mehr Gäste zu ziehen, wird die Mongolei als Reiseland sicher ein Nischenprodukt für Naturfans bleiben“, prophezeit sie. Aki Scheerer, Area Manager bei Ge-beco, ist zuversichtlich: „Da die Mongolei keine Küste hat, bleiben die für den Massentouris-mus notwendigen Badegäste fern.“ Für andere Touristiker, so auch Kundri Böhmer-Bauer, Sprecherin von Hauser-Exkursionen, liegt ein Grund „in den relativ hohen Preisen wegen der Kosten für Organisation und Logistik“. Gleichzeitig sendet sie eine deutliche Botschaft an die Verantwortlichen: „Das Preis-Leistungsverhältnis muss stimmig sein, jeden Preis für ein Ho-telzimmer zu zahlen, das können und wollen Touristen nicht!“

Ein kleines Abenteuer - nicht jedermanns Sache

Ein Punkt ist Nadja Moussa wichtig: „Wer in die Mongolei reist, darf eines auf keinen Fall erwarten: Luxus!“ warnt die Ventus-Geschäftsleiterin Urlauber, die westeuropäische Stan-dards gewohnt sind: „Man sitzt viel im Auto, fährt lange Strecken auf oft sehr schlechten Pis-ten, und es passiert schon ab und zu mal, dass ein Auto oder Bus stecken bleibt.“ Touristisch ist das Land noch nicht erschlossen. Fazit: „Eine Mongolei-Reise ist immer noch ein kleines Abenteuer.“ Silke Küster von Studiosus Reisen sagt es so: „Wer die Mongolei bereisen will, muss bereit sein, auf Komfort zu verzichten.“ Denn: „Es geht in diesem Land sehr stark um Naturerlebnis, Weite, Einsamkeit, Stille und einfaches Leben.“ Das sei „wunderschön – aber nicht jedermanns Sache.“

Auch das sollten Touristen wissen: Ein in Deutschland praktiziertes Zeitempfinden kennen Mongolen genauso wenig wie Ungeduld. Internetcafés gibt es in Ulaanbataar, das Mobilfunk-netz wächst im Umkreis aller Städte und entlang der Fernverkehrsstraßen, schreibt wikitravel auf wikitravel.org/de/Mongolei. Leute auf dem Land sprechen weder Deutsch noch Englisch, sie können lateinische Schrift nicht entziffern. Vegetarier kommen weniger auf ihre Kosten, Hauser-Exkursionen empfiehlt ihnen, „Müsliriegel und Zusatznahrung einzupacken“. Das Essen ist sehr fettig und ballaststoffarm. Nahrungsmittel schmecken in ihrer Ursprünglichkeit für Westeuropäer ungewohnt. Einladungen sollten keinesfalls ausgeschlagen werden, Gastge-schenke sind üblich. Die vergorene Stutenmilch (Airag), die überall gereicht wird, ist sehr gesund, aber wegen des anfänglichen Durchfalls auch nicht jedermanns Sache. Da man an ihr ebenso wenig vorbeikommt wie am Wodka, empfiehlt wikitravel in der Rubrik Küche: „Im-mer etwas Schnaps dabei haben… und nach jedem Essen einen Doppelten nehmen.“

Pferdekopfgeige und Kehlkopfgesang

Authentizität vermittelt die Studiosus-Expeditionsstudienreise zu landschaftlichen und kultu-rellen Höhepunkten zwischen Nord und Süd. Die Teilnehmer übernachten, wie auch bei Mit-bewerbern, in einfachen Jurten-Camps. „Im Vergleich zu anderen Studienreisen müssen unsere Gäste auf etwas Komfort verzichten“, erklärt Silke Küster, dafür „kommen sie immer wieder spontan mit Mongolen in Kontakt.“ Traditionelle mongolische Musik mit Pferdekopfgeige und Kehlkopfgesang sind ständige Begleiter. Eine intensive Begegnung mit der Bevölkerung ist erklärtes Ziel aller Veranstalterprogramme. Dazu gehören immer auch Besuche bei Noma-den. Die Titel der Reisepakete wecken Sehnsüchte: „Auf den Spuren Dschingis Khans" heißt die 20-tägige Erlebnisreise von Gebeco, One World titelt „Auf den Spuren des weinenden Kamels“, Auf und Davon Reisen locken mit „Land ohne Horizont“ und Hauser-Exkursionen verspricht „Unterwegs mit Nomaden“.

Das ursprüngliche Leben in Jurten auf dem Land ist Alltag. Wer sich darauf einlässt, erlebt „die unglaubliche Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft der Bewohner“, schwärmt Silke Küster. „Gemeinsam mit ihrem Reiseleiter haben unsere Gäste die Möglichkeit, sie während unserer Erlebnisreisen kennenzulernen“, sagt Aki Scheerer von Gebeco, „wir bieten reichlich Gelegenheit, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre Lebensweise zu erfahren.“ Die ist wie das ganze Land im Wandel. Und der - beobachten die Touristiker - lässt sich kaum aufhalten. Handy, Satelliten-TV und Kühlschrank halten Einzug in die Jurten. Nad-ja Moussa: „Heute kann man schon mal sehen, dass Nomaden ihre Tiere nicht zu Pferde hüten, sondern mit einem Motorrad.“

Stimmung, Zeitlosigkeit und Weite

Eines wird sich nicht ändern: „Die Mongolei ist ein Reiseziel, für das man sich Zeit nehmen sollte, um möglichst viel vom Land zu entdecken“, ist die Überzeugung von Silke Küster. Die Stimmung, Zeitlosigkeit und Weite der Taiga sind neben Trekking und Feiern mit Nomanden für Hauser Exkursionen ein Muss. Zu den Highlights gehören die Sanddünen von Khongoryn Els in der Wüste Gobi, die Ruinen von Karakorum, der einstigen Hauptstadt des Reiches von Dschingis Khan oder das fruchtbare Orkhon-Tal, das zum UNESO-Weltnaturerbe gehört und die Granitfelsformationen im Baga-Gazaryn-Chuluu-Nationalpark. Die Wüste Gobi übrigens ist dreimal so groß wie die Alpenrepublik Österreich. Sie ist eines der beliebtesten Reiseziele. Studiosus fährt auch zum Khvögöl-See im Norden. Begründung: „Grüne Wiesen und Nadel-bäume verbindet man normalerweise nicht mit der Mongolei.“

Das alles ist natürlich zu viel für einen Besuch. Die Mongolin Navchaa ist überzeugt, dass jeder Ersturlauber wiederkommt und dann einen anderen Teil des Landes entdeckt. Marion Heider von One World rät: „Man sollte in keinem Fall alles sehen wollen und zuviel fahren.“

Grundsätzlich gilt: Alle Veranstalter empfehlen, mit Führer und Fahrer zu reisen. „Reisende ohne Reisebegleitung werden es schwer haben“, gibt Nadja Moussa zu bedenken. Eine große Zahl inländischer Agenturen vermittelt Guides. „Sie helfen, Nomaden zu finden“, sagt Nav-chaa von Tsolmon Travel, „die leben ja nicht direkt an der Straße.“ Studiosus setzt auf die Veranstalter-Kompetenz und schickt zwei Reiseleiter mit, einen aus Deutschland und einen Einheimischen. „Es gibt kaum Beschilderungen, ohne extrem gute GPS-Erfahrung ist eine Orientierung kaum möglich“, berichtet Silke Küster, „Schotterpisten können sich plötzlich in Flussbetten verwandeln, und auf dem Land kommt oft tagelang niemand vorbei, den man um Hilfe bitten könnte.“

„Mongolia, Nomadic by Nature“

Ein Wahrzeichen überdauert alles. Die traditionelle Behausung der Mongolen wird zum Sym-bol der ITB-Präsentation. Zur ITB Berlin 2015 reist eine Original Jurte, auch Ger genannt, in die Stadt. Sie steht vor dem Messeeingang Süd und heißt Besucher willkommen. Das mobile Heim der Nomaden hat auch Einzug gehalten auf die UNESCO-Liste der immateriellen Kul-turgüter. Das diesjährige Partnerland rückt das seit Jahrtausenden unveränderte zeltartige Ge-bilde aus Holz, Baumwolle und Filz, das rasch abgebaut und gut transportiert werden kann, in den Focus. Es ist gestaltendes Element für den Messestand. Der Slogan „Mongolia, Nomadic by Nature“ unterstreicht das Alleinstellungsmerkmal, mit dem die Mongolei auf der Leitmesse des Tourismus ein breites Publikum begeistern will. Dass der Präsident der Mongolei auf der Eröffnungsgala spricht, unterstreicht die Relevanz der Kampagne. Pferdekopfgeige und Kehlkopfgesang sowie traditionelle Gesänge und Tänze – alle gelistete immaterielle UNE-SCO-Kulturgüter – weihen auf der ersten ITB-Veranstaltung im City Cube das neue Tagungs- und Kongresszentrum der Messe Berlin für die ITB-Besucher ein.

Erstbesuch mit der Transsib

Oft ist eine Fahrt mit der legendären Transsibirischen Eisenbahn, z.B. mit den „Zarengold“-Sonderzugreisen - Dauerbrenner beim Berliner Spezialisten Lernidee Erlebnisreisen, für viele die erste Begegnung mit der Mongolei. Transsib-Reisen lassen sich auch individuell buchen, sogar spontan – und günstiger - vor Ort. Viermal pro Woche verkehren die internationalen Züge zwischen Moskau, Ulaanbaatar und Peking. Die mongolische Regierung will jetzt 250 Millionen US-Dollar in die Modernisierung der Bahn investieren. Das Eisenbahnprojekt mar-kiert einen Meilenstein in der 65-jährigen Bahngeschichte. Vereinbart wurde der Kauf von 15 neuen, nach EU-Standards gebauten Zügen aus Russland. Zum modernen Komfort gehört ein intelligentes Technologie-System. Es ermöglicht Fahrgästen Zugang zu Internet, WLAN-Anschluss, Videos, Filmen und Nachrichten auf fünf verschiedenen Kanälen. Die Neuzeit ist in der Mongolei angekommen.

Offizielle Internetseite: www.mongolia.travel

Über die ITB Berlin und den ITB Berlin Kongress

Die ITB Berlin 2015 findet von Mittwoch bis Sonntag, 4. bis 8. März, statt. Von Mittwoch bis Freitag ist die ITB Berlin für Fachbesucher geöffnet. Parallel zur Messe läuft der ITB Berlin Kongress von Mittwoch bis Samstag, 4. bis 7. März 2015. Er ist weltweit der größte Fachkongress der Branche. Mehr Informationen sind zu finden unter www.itb-kongress.de. Die ITB Berlin ist die führende Messe der weltweiten Reiseindustrie. 2014 stellten 10.147 Aussteller aus 189 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen rund 174.000 Besuchern, darunter 114.000 Fachbesuchern vor.

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